Die Erbschaftssteuer

Das Versprechen der Politik in Bund und Ländern, bei der Neuregelung der Erbschaftssteuer, das Erbschaftssteueraufkommen und damit die Belastung der künftigen Erbschaftssteuerpflichtigen nicht zu erhöhen wurde nicht eingehalten. Auch die neueren gültigen Regelungen stellen eine große Belastung für Erben dar.

Für viele künftigen Erbfälle ist die Erbschaftssteuer ein wichtiges Entscheidungskriterium, wie man Verfügungen plant. Dies gilt vor allen Dingen in den Fällen, in denen Menschen nicht verheiratet sind (bzw. nicht in gleichgeschlechtlichen eingetragenen Lebenspartnerschaften leben) und in Fällen der sogenannten „Patchworkfamilien“.

Die normale Lebenspartnerschaft gibt dem Erben nur den Freibetrag nach der Steuerklasse III wie unter Fremden (20.000,-€).

Das Gesetz unterscheidet zwischen den Verwandtschaftsgraden und hat entsprechend 3 Steuerklassen eingerichtet:

Steuerklasse I:    Darunter Fallen Ehegatten, Kinder, Enkel

Steuerklasse II:   Geschwister, Nichten, Neffen, Schwiegerkinder, Schwiegereltern

Steuerklasse III:  Alle anderen Erben, wie Lebensgefährten, Freunde, Fremde.

In den einzelnen Klassen gibt es Freibeträge und bestimmt sich die prozentuale Steuerbelastung wie folgt:

Rechtslage ab 1.1.2010

Wert des steuerpflichtigen Erwerbs bis einschließlich (…) € Vomhundertsatz in der Steuerklasse
  I II III
75.000 7 15 30
300.000 11 20 30
600.000 15 25 30
6.000.000 19 30 30
13.000.000 23 35 50
26.000.000 27 40 50
über 26.000.000 30 43 50

Die Steuerschuld entsteht am Tag der wirtschaftlichen Bereicherung. Bei Erbschaften somit am Todestag des Erblassers.

Erbschaftssteuer muß jedoch nicht nur der Erbe zahlen, wenn die Freitbeträge überschritten sind, sondern auch ein Vermächtnisnehmer

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